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Kiel – Sailing City, unter dieses Motto hatte die Stadt Kiel ihre leider gescheiterte Olympia-Bewerbung gestellt, und mit diesem Motto wirbt sie noch heute. In der Tat gibt es in Deutschland kaum eine an­dere Stadt, die so sehr vom Segelsport geprägt wird, wie Kiel. Mit ihren Vororten an der offe­nen See gelegen, inmitten einer wunderschönen Landschaft, in un­mittelbarer Nähe eines der schönsten Segelreviere Europas, der dänischen Inseln, ist die Do­minanz des Segelns allge­genwärtig.


Allein in Kiel gibt es 25 Segelvereine, außerhalb Kiels rund um die Kieler Förde sicher noch 10 mehr. Unter dem Stander eines der traditionsreichs­ten dieser Vereine, des Kieler Yacht-Clubs (KYC, gesprochen KÜZ), segeln seit über 50 Jah­ren auch wir.


Schon kurz nach unserer Gründung im Jahre 1950 trieben unsere Gründungs­väter in einer entlegenen Ecke des Kieler Hafens einen schon etwas betagten Segelbootsrumpf auf, kauften ihn, setzten ihn in Stand, riggten ihn auf und fuhren damit schon im Jahre 1952 zur See. Die Bedingun­gen, unter denen damals in der Nachkriegszeit gesegelt wurde, mögen uns heute abenteuerlich erscheinen: Altersschwache ewig reißende Segel; Leinen, die „schon bei mittleren Windstärken“ brachen; Seekarten, die durchgepaust oder selbst gezeichnet wurden; keine Spur von Elektronik, navigatorische Steinzeitmethoden beherrschten die Szene; natür­lich keine Maschine und auch keine Toilette, was vor allem bei Diplomatengattinnen zum alljährlichen Kieler-Woche-Diplomatensegeln für gerne weitererzählte Irritationen sorgte.




Sommerlicher Törn

Und doch wurden mit diesem Boot, unserer ersten Coronel – den Namen hatten wir vom Vor­eigentümer übernommen, interne Bezeichnung bis heute: Emma – auf Langtörns nach Finnland, Norwegen, Schweden und Däne­mark viele tausend Seemeilen in Ost- und Nordsee zurückgelegt. Die noch vorliegenden Berichte und viele Erzählungen der teilneh­menden Corpsbrüder und Gäste zeigen eindrucksvoll das, was noch heute jeder Seesegler bestätigen wird: Die gemeinsam erbrachte segelsportliche Leistung, gemeinsam durchstan­dene schwierige Situationen (echte Gefahrensituationen hat es kaum gegeben) und das enge Zusammenleben an Bord, prägen ein Leben lang und fördern Gemein­schaft und Freund­schaften in einer sonst kaum erlebbaren Weise. Deshalb war es für uns keine Frage, dass wir ein neues  Boot brauchten, als beim alten der Umfang der – immer von uns selbst ausgeführ­ten - Bootsarbeiten den der Segelei deutlich zu übersteigen begann.


Eine eindrucksvolle corpsinterne Spendenaktion erbrachte die Mittel zum Ankauf unserer neuen Coronel, eines in Frankreich gebauten Halbtonners vom Typ Arpège. Auch dieses Boot hat uns inzwischen auf zahllosen Langtörns in die vertrauten Gewässer Skandinaviens und auch nach Polen und Schottland ge­tragen. Es ist - auch sicherheitsmäßig - deutlich besser ausge­rüstet und hat eine Maschine und sogar eine Toilette. UKW ermöglicht den Kon­takt zu ande­ren gerade segelnden Corpsbrüdern und natürlich auch Notrufe und sonstigen Funksprechver­kehr, und Decca (früher) und GPS (jetzt) helfen bei Nacht und Nebel. Nur Puristen bedauern, dass die alte Koppelkunst dabei manchmal etwas in Vergessenheit gerät.



Auch wenn die här­ter gewordenen Studienbedingungen und die veränderten Freizeitgewohnheiten richtig lange Reisen kaum noch zulassen, kürzere Törns vor allem nach Dänemark segeln wir noch immer. Daneben sind wir natürlich auf der Förde unterwegs (wie auf dem nebenstehenden Bild bei der Windjammerparade 2004) und betreiben die segelsportliche Ausbildung unserer eigenen und der Mitglieder befreundeter Verbindungen bis hin zum Erwerb von Segelscheinen. Das Segeln war immer und ist noch heute eine nicht hinweg zu denkende Größe in unserem Corps­leben. Dabei soll es – das ist der feste Wille aller 240 Corpsbrüder – auch in der Zukunft blei­ben. Seefahrt tut not – auch bei uns!








       
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