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Über das Corps Palaiomarchia-Masovia Kiel

Das Corps Palaiomarchia-Masovia ist ein dem Kösener Senioren Conventsverband (= KSCV, Vereinigung aller Kösener Corps) und dem Kieler Seniorenconvent (= Kieler SC, Vereinigung der Kösener Corps in Kiel) angeschlossenes Corps an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Es hat heute (Stand WS 2015/ 2016) 220 in- und ausländische Mitglieder im Alter zwischen 20 und 97 Jahren.


Was sind Corps?

 

Corps sind studentische Vereinigungen, die sich im Rahmen der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu einer toleranten, politisch neutralen und kosmopolitischen Grundhaltung bekennen und aus Studenten und Akademikern jeglicher Nationalität und Konfession bestehen. Ihr Ziel ist es, Akademiker und Studenten aller Fachrichtungen und Altersgruppen über die Studienzeit hinaus ein Leben lang in aufrechter Freundschaft miteinander zu verbinden. Politischen Extremismus gleich welcher Richtung, lehnen wir rigoros ab.

 

Das höchste Prinzip der Corps ist schon seit über 200 Jahren die Toleranz. Für die Aufnahme spielen seit jeher Herkunft, Vermögen, Nationalität, Religion und politische Einstellung keine Rolle.


Berümte Corps-Studenten

Aus diesem Grunde konnten so unterschiedliche Menschen wie

 

– Wilhelm Liebknecht (Mitbegründer der SPD),

– Kaiser Wilhelm II.,

– Friedrich Bayer (Gründer der Bayer-Werke in Leverkusen)

– Eduard von Simson (Präsident der Frankfurter Nationalversammlung), 

– Otto Fürst von Bismarck

– Gottlieb Daimler (Ingenieur und Fabrikant)

– Georg Diederichs (Ehem. SPD-Ministerpräsident von Niedersachsen)

– Gustav Freytag (Journalist, Schriftsteller und Politiker)

– Joachim Zahn (Vorstandsvorsitzender der Daimler Benz AG)

 

allesamt Corpsstudenten sein. Die vielen bedeutenden Persönlichkeiten, die aus den Corps hervorgingen, sind ein Beweis dafür, dass ihre Ziele und ihr Wirken geeignet sind, fähige, leistungsbereite und verantwortungsvolle Männer aus- und weiterzubilden.


Vorurteile durch NS-Regime und DDR

Corps sind von Burschenschaften, Landsmannschaften, Sängerschaften und Turnerschaften sowie den vielen nichtschlagenden Verbindungen zu unterscheiden. Wer dies undifferenziert betrachtet, alle Verbindungen und Dachverbände in einen (braunen) Topf wirft oder diese gar als Keimzelle für extremistisches Gedankengut ansieht, verkennt, dass der Großteil der Widerstandskämpfer des am 20. Juli auf Adolf Hitler verübten Attentats Corpstudenten war.

 

Zu ihnen zählten Eduard Brücklmeier, Albrecht v. Hagen, Ulrich v. Hassell, Fritz-Dietlof Graf v. der Schulenburg, Adam v. Trott zu Solz, Peter Graf Yorck v. Wartenburg, Eberhard von Breitenbuch sowie Herbert Mumm von Schwarzenstein.

 

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde den Corps die Umsetzung des Arierparagraphens auferlegt, welcher den Ausschluss ihrer jüdischen Mitglieder vorsah. Wegen der Unvereinbarkeit des Korporationswesens mit dem Nationalsozialismus erklärte der Dachverband (KSCV) daraufhin im September 1935 seine Auflösung.

 

Auch das Regime der DDR konnte die Corps als „bürgerliche“ Organisationen nicht dulden, die Corps wichen in den Westen aus und haben durch ihr Festhalten an menschlichen und traditionellen Werten all diese Entwicklungen überlebt.


Netzwerk

 

Das ganze Leben besteht aus Netzwerken!

Das Bilden von kollektiven Zusammenschlüssen mit dem Zweck der größeren Einflussnahme, zum Beispiel in der Schule, im Studium oder im Berufsleben, ist in unserer vielseitigen Gesellschaft alltäglich und völlig legitim. Der einzelne Mensch versucht durch Bildung von Interessengruppen seinen Nutzen zu erhöhen, und entzieht sich so der individuellen Ohnmacht. Der Aufbau eines Netzwerkes ist dementsprechend nützlich und in der modernen Gesellschaft unabdingbar.

 

(Dies empfiehlt sogar die Agentur für Arbeit auf S. 12 Ihrer Arbeitsmarktanalyse)

 

Die Corps bieten ein zuverlässiges Netzwerk, welches sich bereits seit Jahrhunderten bewährt hat. In diesem Netzwerk finden ihre Mitglieder gegenseitige Unterstützung, Austausch von Informationen, persönlichen Rat und Hilfe.

 

Das Knüpfen von Kontakten ist im eigenen Corps am leichtesten, aber auch auf Seminaren, Vorträgen, Workshops und Tagungen trifft ein Corpsstudent auf viele Gleichgesinnte aus allen Studienorten Deutschlands.

 

Gerade im Studium kann dies von großem Vorteil sein. In einem Corps unterstützen die bereits berufstätigen Mitgliedern und Pensionäre die jungen Studenten und Absolventen. Dadurch wird gewährleistet, dass die jüngeren Corpsbrüder ihr Studium planvoll strukturieren, zielstrebig absolvieren und in angemessener Zeit einen adäquaten Abschluss erlangen. Die Alten Herren fördern durch ihre Beziehungen im Beruf und später im Ruhestand die Interessen der einzelnen Mitglieder. Durch eine Mitgliederzahl von über 25.000 Personen wird ein internationales Netz gewährleistet, welche über den ganzen Globus verteilt untereinander Kontakte pflegen.

 

Unser Corps steht zu 13 weiteren Corps in Halle, Berlin, Bonn, Freiburg, Greifswald, Marburg, Frankfurt, Gießen, Würzburg, Leipzig, München, Augsburg und Hamburg in stetigem Kontakt.

 

Ein großer Teil der Aktivität umfasst den Aufbau von Kontakten mit eben diesen Corps durch Städtereisen sowie regelmäßige Besuche und gemeinsame Feste.

 

Auch nach dem Studium bieten die Corps noch jede Menge an Netzwerk. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumplätzen im In- und Ausland und bei dem Einstieg in das Berufsleben. Sie haben eine eigene internationale "Praktikantenbörse", die einem Praktika, Firmenkontakte, Semester- und Diplomarbeiten vermitteln können.


Fechten


Mensursituation

 

Wie alle Corps sind auch wir eine schlagende Verbindung und vertreten das Prinzip der „Bestimmungsmensur“, das viel mit Sport und Willensstärke, jedoch nichts mit Duellen zu tun hat.

Die Mensur fördert ähnlich wie andere Disziplinen die Entschlossenheit, Standhaftigkeit und Charakterbildung und trägt entscheidend – das zeigt die Erfahrung immer wieder – zum inneren Zusammenhalt und zur Freundschaft der Corpsbrüder untereinander bei.

Auf diese besonderen Ausnahmesituationen bereitet man sich in vielen Stunden gemeinsam mit seinen Corpsbrüdern gezielt vor. Man beweist Selbstbeherrschung sowie -disziplin und entwickelt echtes Selbstbewusstsein.

Durch dieses Engagement öffnet sich der Zugang zur lebenslangen Gemeinschaft und schützt diese vor bloßen Mitläufern.

 











       
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